Die Elbphilharmonie soll ein neues Wahrzeichen
für Hamburg und ein Haus für
alle werden. Und sie soll einen der besten
Konzertsäle der Welt bekommen. Schon heute,
gut ein Jahr nach Baubeginn, sind die Erwartungen
an die Elbphilharmonie sowohl in Hamburg
als auch national und international gewaltig. So
wirbt beispielsweise die Deutsche Zentrale für
Tourismus weltweit mit drei in Deutschland errichteten
Gebäuden: der Allianz-Arena in München,
dem umgebauten Reichstag in Berlin und eben
mit der Elbphilharmonie. Und das drei Jahre vor
dem Eröffnungstermin im Herbst 2011! Mit dem
neuen Konzerthaus besteht die Chance, nicht nur
die so umworbene „Creative Class“ für Hamburg
zu begeistern, sondern die Stadt auch für die
Bürgerinnen und Bürger der Stadt und der Metropolregion
noch lebenswerter zu machen. Wie sehr
die Hamburger die Elbphilharmonie als ihr eigenes
Bürgerprojekt betrachten, zeigt die gewaltige
Spendensumme von mittlerweile 67 Mio. €, die
für Bau und Betrieb der Elbphilharmonie zustande
gekommen sind.
Hamburg errichtet an dieser herausgehobenen,
prominenten Stelle im Hafen, am Akupunkturpunkt
der Stadt, einen Ort, an dem Kultur
stattfindet. Dort wo bis zu seiner Zerstörung im
Zweiten Weltkrieg das Wahrzeichen des alten
Hafens, der Kaiserspeicher stand und wo seit 1966
in einem Monument der Nachkriegsmoderne, dem
Kaispeicher A von Werner Kallmorgen, Kakao, Tabak

 
  und Tee gelagert wurde, entsteht nun ein Konzerthaus,
ein Gebäude, in dem die Gesellschaft in
einen Dialog mit sich selbst eintritt.

Aber die Elbphilharmonie wird nicht nur ein Ort
der Hochkultur. Eine zentrale Anforderung an das
Haus wird sein, dass es keine elitäre Einrichtung
wird. Die Elbphilharmonie soll ein Haus für alle
sein. Denn neben klassischer Musik wird sie auch
ein Aufführungsort für Jazz, Pop, Weltmusik sein.
Unabhängig von der Musikgattung gibt es nur
ein Auswahlkriterium: Exzellenz. Neben den drei
Konzertsälen wird die Plaza das Herzstück des
Hauses sein. Sie ist ein frei zugänglicher Bereich in
der Fuge zwischen altem Kaispeicher und dem gläsernen
Aufsatz. Hier können die Bürger der Stadt
und die Besucher aus aller Welt flanieren, einen
Kaffee trinken, Konzertatmosphäre schnuppern
und vor allem den spektakulären Ausblick auf die
Stadt und den Hafen genießen – und das ohne einen
Cent Eintritt bezahlen zu müssen. Hier treffen
sich Konzertbesucher und Touristen, hier entsteht
ein neuer öffentlicher Platz, ein urbaner Raum,
hier findet städtischen Leben statt. Auch in dieser
Hinsicht wird die Elbphilharmonie dazu beitragen,
Hamburgs Position als Weltstadt zu festigen und
die HafenCity kulturell weiter zu beleben.

A R B E I T E N  U N D  L E B E N  I N  H A M B U R G
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