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| Die Analyse des Arbeitsmarktes in
Hamburg erschließt sich am besten mit einem Blick auf die Entwicklung der Beschäftigung in den letzten Jahren. Ich wähle dazu als Beginn der Betrachtung das Jahr 2005. Im Oktober 2005 durchlief nach einem mehrjährigen deutschlandweiten Abbau der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung diese wichtige Größe in Hamburg als erstem Bundesland die „rote Null-Linie“ und steigt seither kontinuierlich an. Noch erfreulicher: das Wachstum der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung liegt in Hamburg deutlich über dem Bundestrend. Mit einem Plus von 3,5 % (April 2008 zu 2007) liegt die Freie und Hansestadt Hamburg an der Spitze dieser Entwicklung im Vergleich aller Bundesländer. Wie hat Hamburg dies erreicht? Wahrscheinlich gilt auch hier, dass es viele Gründe für eine herausragende Entwicklung gibt. Eine Erklärung liefert die Globalisierung mit dem dadurch ausgelösten Wachstum des internationalen Handels, also des Welthandels. Hamburg ist sozusagen Globalisierungsgewinner. Dies ist allerdings kein Zufallsgeschenk für Hamburg, sondern das Ergebnis von langjährigem Aufbau von Kompetenz im Außenhandel, der Hafenwirtschaft und der Logistik. Dazu gehören Banken zur Schiffsfinanzierung, Reeder, Schiffsmakler und viele weitere unternehmensbezogene Dienstleister, oft im wirtschaftlich erfolgreichen Mittelstand und oft in langjähriger inhabergeführter Tradition. Es bestehen somit Netzwerke von flexibel und schnell agierenden Partnern, international erfahren und global handelnd. |
So können seit mehreren Jahren
zweistellige Steigerungen des Containerumschlages in Hamburg realisiert werden mit einem Wachstum der direkten und indirekten hafenbezogenen Arbeitsplätze. Neben diesem für jeden Hamburg-Besucher sichtbaren „Herzstück“ dürfen weitere Wirtschaftsbereiche nicht unerwähnt bleiben, die die hervorragende Gesamtstruktur und Kraft der Metropole ausmachen: Die oft übersehene Hamburger Industrie als Rückgrat von Produktion, Wertschöpfung und Basis für Handel, Logistik und unternehmensbezogene Dienstleistungen. Der Titel „Drittgrößter Standort weltweit für die Produktion und Instandhaltung von Flugzeugen“ adelt sozusagen die ganze Metropolregion und bedeutet hochwertigste Arbeitsplätze. Aber auch wesentliche Bereiche der Lebensmittelherstellung, der Chemie, des Automobilbaues, bekannte Marken der Körperpflege, international anerkannte Spitzenprodukte bei Flügeln, Klavieren oder Schreibgeräten prägen das Bild. Wer weiß, dass nicht nur Europas größte Kupferhütte mit weltweit führenden Standards im Umweltschutz zu Hamburg gehört, sondern auch eine –erfreulicherweise wieder produzierende- Aluminiumhütte und ein Stahlwerk. Das hochspezialisierte Hamburger Handwerk mit dem „goldenen Boden “ist zu nennen, aber auch Werbung, Medien, IT-Dienstleister und die in Hamburg besonders stark vertretene Zeitarbeitsbranche. |
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