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| Die Deutsche Einheit und ihre
politischen Folgen haben dem Hamburger Hafen sein natürliches Hinterland wiedergegeben. Als logistische Drehscheibe für die Verknüpfung des Weltmarktes mit den Volkswirtschaften in Mittel- und Osteuropa kommt Hamburg heute eine Schlüsselrolle für die wirtschaftliche Überwindung der Folgen der europäischen Teilung zu. Die hohen Wachstumsraten der Warenströme über den Hamburger Hafen gerade auch in den Verkehren mit Deutschland, Polen, den baltischen Staaten, Tschechien, der Slowakei, Ungarn sowie Russland zeigen, wie erfolgreich Hamburg diese Herausforderung meistert. Mit mehr als 140 Millionen Tonnen und einem Containervolumen von knapp 9 Millionen Standardcontainern verzeichnete der Hamburger Hafen 2007 im neunten Jahr hintereinander ein Rekordergebnis. Besonders dynamisch entwickelte sich der Containerumschlag, der seit der letzten Elbvertiefung im Jahr 1999 um über 250 Prozent zugelegt hat und heute mit 96 Millionen Tonnen knapp 70 Prozent der Gesamttonnage in Hamburg ![]() |
ausmacht. Darüber hinaus
unterstreichen die positiven Umschlagergebnisse beim konventionellen Stückgut, ob Banane oder BMW, bei der Flüssigladung und nicht zuletzt beim Massengut, ob Getreide oder Kohle, Erz oder Düngemittel, die Qualität des Standortes als Universalhafen. Als mit Abstand größter deutscher Logistikknoten sowie Europas führende Drehscheibe zwischen Fernost sowie den Volkswirtschaften in Mittelund Osteuropa hat Hamburg in den letzten Jahren seine Position als zweitgrößter Containerhafen in Europa gefestigt. Jedes Jahr ein neuer Rekord – ohne Frage: Der Hafen brummt. Dies zeigt längst auch die Arbeitsplatzbilanz. In Hamburg sind 133.000 Jobs, das ist jeder 8. Arbeitsplatz, direkt oder indirekt vom Hafen abhängig. Bundesweit summiert sich ihre Zahl mittlerweile sogar auf mehr als 260.000. Hamburg, vom renommierten SCI-Logistikbarometer regelmäßig „als dynamischster Standort für Logistikaktivitäten“ in Deutschland ausgezeichnet, hat sich längst als Konjunkturlokomotive für ganz Norddeutschland und darüber hinaus etabliert. Mit dem Ausmaß dieses Booms hat vor wenigen Jahren noch niemand gerechnet. Selbst die mutigsten Prognosen überschritten kaum die Marke von 6 oder 7 Prozent Jahreszuwachs. Der aktuelle Bundesverkehrswegeplan dokumentiert dies besonders anschaulich: Das dort für 2015 vorhergesagte Containervolumen von 6,3 Millionen Standardcontainern, gemessen in TEU (Twenty Foot Equivalent Unit), hat der Hamburger Hafen bereits im Jahr 2005 bewältigt, also genau zehn Jahre früher. Grundlage war eine angenommene Wachstumsrate von etwas über 3 Prozent jährlich. |
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