Das Tor zur Welt als beliebte Sportstadt.
Hamburgs bekanntester Sportler setzte
bereits im Jahr 1962 Maßstäbe. In Form
einer Liebeserklärung. Als Uwe Seeler ein Millionenangebot
vom AC Mailand erhielt und es
ablehnte. „Uns Uwe“, schon damals der sportlich
erfolgreichste und beliebteste Botschafter der
Hansestadt, blieb seinem Hamburger SV und
seiner Heimatstadt treu. Und verzichtete auf viel,
viel Geld. Der Ehrenspielführer der Deutschen
Nationalmannschaft bereut diese Entscheidung

  auch fast 50 Jahre später nicht. „Das war richtig
so, ich hätte auch Heimweh bekommen“, bekannte
das HSV-Idol vor zwei Jahren anlässlich der
Feierlichkeiten zu seinem 70. Geburtstag. Uwe
Seeler und Hamburg - das ist mehr als nur eine
Partnerschaft. Als der HSV 1960 Deutscher Meister
wurde, standen nur waschechte Hamburger in der
Mannschaft. „Unser einziger Ausländer damals war
Jürgen Kurbjuhn, der kam aus Buxtehude“, scherzte
Seeler, als Aktiver auch „Der Dicke“ genannt,
kürzlich in einem Interview.

Bis heute gibt es kaum einen zweiten Sportler in
Deutschland, der so mit seiner Geburtsstadt verbunden
wird wie es bei Uwe Seeler und Hamburg
der Fall ist. Daran ändert auch der Wohnort Seelers
nichts. Lebt doch Uwe seit den 60er Jahren
mit seiner Familie im schleswig-holsteinischen
Norderstedt, direkt vor den Toren Hamburgs und
in unmittelbarer Nachbarschaft zum HSV-Jugendzentrum
Ochsenzoll.

Wo einst die Ostkurve des abgerissenen
Volkspark-Stadions stand, erinnert heute ein in
Bronze gegossener Fuß an den erfolgreichsten
HSV-Mittelstürmer aller Zeiten. Der Hamburger
Sport-Verein selbst ist ein bedeutender Teil der
Hamburger Sportgeschichte. Der einzige Verein,
der seit Gründung der Bundesliga im Jahr 1963
noch nie abgestiegen ist und Fans und Freunde in
ganz Europa hat. Wer in Deutschland unterwegs
ist und die unverkennbare HSV-Raute als Wimpel,
Aufkleber oder als Krawatten-Nadel dabei hat,
wird beneidet. Der HSV präsentiert sich als ein lebendiger
Teil der sportlichen Hansestadt. Vielleicht
sogar als lebendigstes sportliches Element in der
Hansestadt. Auch wenn im aktuellen Mannschafts-

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