![]() |
||||
| Wer von Süden aus mit dem Auto nach Hamburg fährt, sieht es bereits auf der Zufahrt zum achtspurigen Elbtunnel: Hamburg ist ein internationaler Handelsplatz und eine Logistik-Metropole ersten Ranges. Tausende von bunten Containern warten auf ihren Stellplätzen auf die Weiterreise nach Europa hinein oder in die Welt hinaus. Dutzende rot-blauer Containerbrücken – die übrigens in China gebaut wurden – zeugen davon, dass der Hamburger Hafen boomt – und damit der Außenhandel. Einige Kilometer weiter zeigt sich die lange Tradition des hanseatischen Kaufmanns in den typischen Backsteinbauten des Kontorhausviertels und in der Speicherstadt, die zu den attraktivsten Sehenswürdigkeiten Hamburgs zählt. Das Jahrhundertprojekt „Hafen City“ setzt neue Maßstäbe für das Leben und das Arbeiten in einer attraktiven Hafenstadt und Handelsmetropole. Dank seiner geografischen Lage hat die Handels- und Logistikmetropole Hamburg überdurchschnittlich von der Wiedervereinigung und der EU-Osterweiterung profitiert. Der Groß- und Außenhandel zählt zu den bedeutendsten Wirtschaftszweigen im Wirtschaftsraum Hamburg, der weit über die Grenzen des Stadtstaates hinausreicht. In Hamburg und den umliegenden sechs Landkreisen Schleswig-Holsteins und Niedersachsens gibt es über 6.000 Groß- und Außenhändler mit rund 60.000 Beschäftigten. Dabei handelt es sich überwiegend um kleine und mittelgroße Unternehmen. Viele von ihnen sind Familienunternehmen, die seit Generationen inhabergeführt sind. |
Überlebenskünstler im globalen
Wettbewerb Dieser Unternehmensstruktur ist es zu verdanken, dass der Hamburger Groß- und Außenhandel es schafft, im Zeitalter der Globalisierung und des atemberaubenden Strukturwandels zu überleben. In mittelständischen Familienunternehmen wird eher in Generationen als in Quartalsabschlüssen gedacht. Stabile persönliche Kontakte zu den wichtigsten Kunden im In- und Ausland, ein über Jahrzehnte gewachsenes Vertrauen zwischen den Geschäftspartnern, hervorragend ausgebildete Fachkräfte und sehr gute Länder- und Marktkenntnisse sind das Pfund, mit dem unsere Groß- und Außenhändler wuchern können. Der Chef kennt seine Mitarbeiter noch persönlich. Das schafft eine hohe Identifikation mit den täglichen Aufgaben und den Unternehmenszielen. Aufgrund kurzer Entscheidungswege und flacher Hierarchien können die Unternehmen sehr flexibel auf Marktveränderungen reagieren. Die Rahmenbedingungen des Groß- und Außenhandels haben sich in den letzten zwanzig Jahren dramatisch verändert. Die Zeiten, in denen das bloße Beschaffungs-Know-how ausreichte, um im Handel viel Geld zu verdienen, sind längst vorbei. Die rasante Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologie haben zu einer noch nie da gewesenen Preistransparenz geführt. Die Globalisierung der Wirtschaft und Konzentrationsprozesse haben die Wettbewerbsintensität erhöht. Lieferanten und Kunden der überwiegend mittelständischen Groß- und Außenhändler sind vielfach marktmächtige Geschäftspartner, die Preise und die sonstigen Handelsbedingungen diktieren können. |
|||
| A R B E I T E N U N D L E B E N I N H A M B U R G | ||||
| 1 |
2 | 3 |
||||
| | Fenster schließen - Close Window | | ||||