Der Tag der Deutschen Einheit steht in Hamburg
für weit mehr als das friedliche Ende
einer Gewaltherrschaft auf deutschem
Boden. Der Sieg der Demokratie und der sozialen
Marktwirtschaft in der Bundesrepublik hatte für
unseren Industrie- und Wirtschaftsstandort auch
wirtschaftlich und soziologisch weitreichende
Folgen. Unsere Hansestadt wurde durch die Wiedervereinigung
von einer Randlage in Westeuropa
mitten ins Zentrum des Ost-West-Handels gerückt.
Vor allem der Handel und der Warentransport im
Ostseeraum sind für Hamburg ein Glücksfall unter
den Folgen der deutschen Wiedervereinigung.
Im Ergebnis haben alle Veränderungen als Folge
des 3. Oktobers unseren Standort, vor allem durch
den damit verbundenen Wachstumsschub, positiv
geprägt.

Hamburg als Metropole ist nicht zuletzt deshalb
eine „Wachsende Stadt“, weil seit der Wiedervereinigung
zahlreiche neue Bürger, vor allem aus
dem Osten der Metropolregion, nach Hamburg
gezogen sind. Dies ist vor allem auf die weiter
wachsende wirtschaftliche Stärke unseres Standorts
zurück zu führen. Diese wiederum fußt auf
industriellem Wachstum und industriellen Investitionen.
Eine Wachsende Stadt ist zunächst immer
eine attraktive Stadt für die Unternehmen. Im
globalen Wettbewerb um Unternehmensansiedlungen
und Menschen muss eine Metropole aber
auch für die Bewohner und zukünftige Bewohner
attraktiv sein.

Die Industrie prägt traditionell die Lebensbedingungen
in einer Stadt. Während dies in früheren
Jahrhunderten mit rauchenden Schloten,
schlechten Umweltbedingungen und ähnlichem
  gleichzusetzen war, ist dieses Bild heute antiquiert.
Hamburgs Industrie gelingt es, sich in die Stadt
zu integrieren, ohne dass diese ihren Charakter
als „grüne Metropole“ mit einem hohen Anteil an
Erholungsflächen verliert. Dies ist das Ergebnis
hervorragender Unternehmensleistungen im
Bereich Umwelt- und Naturschutz, der in Hamburg
wie das Mäzenatentum eine hanseatische
Tradition ist.

Der IVH - INDUSTRIEVERBAND HAMBURG E.V. hat
im Sommer in einer Umfrage ein weit überdurchschnittliches
Ansehen der Industrie bei den
Hamburger Bürgern ermittelt. Dies spricht für
ein intaktes Vertrauensverhältnis zwischen den
Bürgern und „ihrer“ Industrie, was die Industrie
als Hamburger Standortvorteil auch in Zukunft
hegen und pflegen wird. Dieses Vertrauen zeigt
sich auch darin, dass die Hamburger mehrheitlich
bereit sind, für die Existenz „ihrer“ Industrie vor Ort
Kompromisse beim Umweltschutz einzugehen.
Die Hamburger leben und arbeiten offensichtlich
im Einklang mit ihrer Industrie, die klug genug
ist, die Kompromissbereitschaft der Bürger nur
selten in Anspruch zu nehmen. Vielmehr setzen
unsere Unternehmen auf umfangreiche, freiwillige
Leistungen beim Umweltschutz, die Pflege der
Nachbarschaft und zahlreiche Sponsoringaktivitäten
in den Bereichen Kultur und Sport. Der Erfolg
der Hamburger Industrie als Ergebnis dieser Maßnahmen
ist, dass unsere Industrie als akzeptierter
und geschätzter Partner der Hamburger Bürger
gilt. Auf diese Leistungen können unsere Unternehmen
und ihre Mitarbeiter zu Recht stolz sein.

Hamburgs Bürger sehen in ihrer Industrie, auch
dies ist ein Ergebnis unserer Umfrage, auch einen

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