Hamburg. Tor zur Welt, Fernweh und Heimweh,
Fischmarkt und Michel, Urbanität und Speicherstadt,
Reeder und Schiffe, Handel und Handelshäuser,
Ohnsorg-Theater und Elbphilharmonie.

Selbst wenn man es nicht wüsste käme man
darauf, dass Hamburg etwas mit Hafen und
Schiffen zu tun haben muss. Warum sonst gäbe
es wohl eine Abhandlung des ehemaligen Leiters
der Schiffskreditabteilung der Hamburgerischen
Landesbank mit dem Titel „Leitfaden für den
Umgang mit Tischdamen bei Stapellauf-Feiern“?
Die deutschen Häfen, mit Hamburg an der Spitze,
profitieren von der Globalisierung der industriellen
Produktion und dem weltweit angestiegenen
Handel. Dabei geht die Spitzenstellung
Deutschlands als Exportnation Nummer 1 Hand
in Hand mit den von Jahr zu Jahr neuen Rekordergebnissen
der deutschen Seehäfen. Im Jahr
2007 stieg der Gesamtumschlag um 4 Prozent auf
312 Millionen Tonnen, bis 2025 wird ein Anstieg
um das Zweieinhalbfache erwartet auf dann 760
Millionen Tonnen. Das heißt aber auch: Mit der
Leistungsfähigkeit unserer maritimen Umschlagsund
Logistikzentren steht und fällt der Erfolg unserer
exportorientierten Wirtschaft. Ich unterstütze
ausdrücklich die Bemühungen zur Erhaltung des
Standorts der Hapag-Lloyd als wichtigen Schritt
zur Sicherung der Arbeitsplätze.
  Um konkurrenzfähig zu bleiben, müssen auch
Bund und Länder Verantwortung für unsere
großen Warenumschlagplätze übernehmen. Die
Länder finanzieren deshalb gemeinsam seit 2005
über ihr Umsatzsteueraufkommen eine Finanzhilfe
des Bundes an Hamburg in Höhe von jährlich fast
21 Millionen Euro für Investitionen in die Hafeninfrastruktur.
Auch Rheinland-Pfalz macht damit
deutlich, dass wir uns in der Mitverantwortung für
die Abgeltung der speziellen Hafenlasten sehen
– dies nicht zuletzt auch deshalb, weil wir mit
einer Exportquote der Industrie von 50,3 Prozent
im vergangenen Jahr einen Großteil unseres
Wirtschaftswachstums über den internationalen
Handel generierten. Umgekehrt übernimmt
aber auch Rheinland-Pfalz Verantwortung für die
entstehenden Verkehre. Der Güterverkehr auf der
Schiene und insbesondere der Seehäfen-/Hinterlandverkehr
nimmt beständig zu, was insbesondere
auf der Nord-Süd-Achse im Rheintal auch zu
mehr Lärm für die Anwohner führt. Daher haben
wir Planungen für eine neue Güterzugstrecke
zwischen dem Raum Rhein/Ruhr und der Region
Rhein/Main – Rhein/Neckar fernab der Bebauung
angeregt.

Eine Beschäftigung mit den wirtschaftlichen
Beziehungen zwischen Rheinland-Pfalz und
Deutschlands Norden fördert Interessantes zu
Tage. Der Westerwald als größtes Gebiet des Rhei-

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